Zwei deutsche Volkswirtschaftlerinnen beschreiben im Science Magazine, wie in ihrem Experiment der Markt die Bedeutung individueller Moralvorstellungen reduziert. Aus der Pressemeldung der Uni Bamberg:
“Die Ökonomen Prof. Dr. Armin Falk von der…
Armutsrisiko Deutschland = Schweden
Aus dem neuesten OECD Report zur Entwicklung von Einkommen, Ungleichheit und Armut in der OECD bis…
Justus Haucap, Direktor des Düsseldorf Institute of Competition Economics, in hat jetzt ein eigenes Blog. Die deutsche Blogosphäre braucht mehr Experten und Akademiker! In einem seiner letzten Artikel fragt er, ob der Breitbandausbau nicht am Angebot…
So klingt der Artikel in der Süddeutschen über die Bemühungen des Wirtschaftsministeriums die Zusammensetzung des “Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung – Globale Umweltveränderungen”zu beeinflussen. Röslers Ministerium blockiert die Vorschläge…
Denn von allen aufgelösten Währungsunionen hatte keine nur eine annähernd so große Wirtschaft wie die Eurozone. Selbst Griechenland, Italien, Irland, Portugal und Spanien (GIIPS) haben gemeinsam einen Anteil von 6.7 % am Weltbruttosozialprodukt. Dreimal soviel wie die Sowjetunion bei ihrem Auseinanderbrechen:

Das Bild wird nicht besser, wenn man den Anteil am weltweiten Bankensystem, Schulden- oder Anleihenmarkt betrachtet: LSE Europp blog
“Der Name „Branntweinmonopol“ und die entsprechenden Behörde sind jedoch trotz Auflösung des Monopols geblieben – es gibt also die Monopolverwaltung immer noch, obwohl es kein Monopol mehr gibt. Was zu Weimarer Zeiten eingeführt wurde, um der unkontrollierten Herstellung von Branntwein entgegenzuwirken und dem Staat die Branntweinsteuer zu sichern, ist heute nicht mehr als ein lupenreines Beispiel für Lobby-Politik: Die Bundesmonopolverwaltung für Branntwein zahlt kleinen Obst- und Kartoffelbauern Literpreise, die weit über dem Marktpreis liegen.”
Das kostet 120 Millionen € im Jahr. (Via INSM)
Auf meinem Bücherstapel: The German Economy During the Nineteenth Century. Schon jetzt empfohlen, u.a. wegen seiner praktischen Kürze.
Der Covertext:
“German History In the 19th Century, economic growth was accompanied by large-scale structural change, known as industrialization, which fundamentally affected western societies. Even though industrialization is on the wane in some advanced economies and we are experiencing substantial structural changes again, the causes and consequences of these changes are inextricably linked with earlier industrialization.This means that understanding 19th Century industrialization helps us understand problems of contemporary economic growth. There is no recent study on economic developments in 19th Century Germany. So this concise volume, written specifically with students of German and economic history in mind, will prove to be most valuable, not least because of its wealth of statistical data.”
Gestern schrieb Jan Falk auf dem Oeffinger Freidenker über Pferdelasagne und die Situation der Leiharbeiter bei Amazon:
“Der eine Fall ist kriminell, der andere wohl “nur” üble Ausbeutung im Rahmen der Gesetze. Und doch haben diese Woche zwei aufsehenerregende Geschichten aus der Wirtschaft viel gemeinsam: Pferde in der Lasagne und Leiharbeiter bei Amazon. Für beide soll, meinen viele Kommentatoren, letztlich der Konsument mit seinem Geiz und seiner Bequemlichkeit verantwortlich sein. Doch wer das glaubt, ist auf geschickten Spin der Wirtschaft reingefallen.”
Für Jan ist klar, dass der Konsument vom Anspruch des verantwortungsvollen Konsums überfordert ist. Er hat weder die nötigen Informationen noch die eigentliche Macht, an den Verhältnissen etwas zu ändern. Bestenfalls kann er beeinflussen, was auf seinem Teller landet und gibt damit dem Rest der Wirtschaft einen Freifahrtschein.
Jan übersieht in seinem Artikel, dass die Macht des Konsumenten weiterreicht, als die des Wählers. Und warum trifft der Konsument an der Wahlurne plötzlich bessere Entscheidungen, als an der Wursttheke?
Nutzen die randomisierten Studien der Entwicklungsökonomie die Schwäche der Einwohner von Entwicklungsländern aus?
It is not implausible to argue that among these reasons is the relative disorganisation of poor people and poor communities, which makes it possible to experiment upon them without facing much resistance.
Ich halte das für eine absurde These und eher für den Versuch der Diskreditierung einer Forschungsrichtung mittels “death by association”.
Auch Frankreich prüft die Effektivität staatlicher Vorhaben mittels randomisierter Experimente unter Kooperation von Esther Duflo, wie ich vor kurzem schrieb. Aber vielleicht sind arbeitslose Jugendliche ja laut dem Autor auch “disorganized poor people in poor communities”.
Die Medizin hat Erfahrung mit Placebostudien. Ein wesentliches Kriterium für die Zulässigkeit einer Placebostudie ist die Frage, ob es überhaupt eine wirksame Behandlungsmethode gibt, die als Vergleichsmaßstab dienen kann.
Ist der große Erfolg von Esther Duflo und dem Poverty Action Lab nicht genau darin begründet, dass es belegbar “wirksame Behandlungsmethoden” eben nicht gibt?
Aus dem Jacobin Magazine einer neuen amerikanischen (!) sozialistischen Vierteljahresschrift:
The Red and the Black — Profit is the motor of capitalism. What would it be under socialism?
“What is needed is a structure that allows autonomous firms to produce and trade goods for the market, aiming to generate a surplus of output over input — while keeping those firms public and preventing their surplus from being appropriated by a narrow class of capitalists. Under this type of system, workers can assume any degree of control they like over the management of their firms, and any “profits” can be socialized– that is, they can truly function as a signal, rather than as a motive force. But the precondition of such a system is the socialization of the means of production — structured in a way that preserves the existence of a capital market. How can all this be done?”
Exactly.
Meine eigenen Kommentare hebe ich mir auf. Stattdessen eine Hausaufgabe an meine Leser:
Wo liegen die Stärken und Schwächen des vorgestellten Ansatzes?
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Die einzige Handlungsprämisse, der Medien folgen müssen:
What would The Economist do?
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I haven’t listened to it yet, but the word around the office as it goes through the editing process is that tomorrow’s interview with Mad Men...
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Mit Stefans erstem Artikel über die AfD ist unser neues Blog Deliberation Daily gestartet.
Wenn...
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Mehr Haftung bei Banken allein macht Finanzsystem nicht sicher, sagt @SDullien: “Videos of the @IMKFlash conference http://t.co/C39cPSVHNe”
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“Well, once you make it ten, then why would you draw the line at ten? What’s wrong with nine? Or eleven? And the problem is once you draw that limit;...”
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